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E-Mail Marketing Tools ohne Abonnenten-Limit: Die besten DACH-Anbieter im Test

E-Mail Marketing Tools ohne Abonnenten-Limit: Die besten DACH-Anbieter im Test

Es war ein regnerischer Dienstagvormittag im letzten Januar, ich saß in meinem Homeoffice (das eigentlich nur unser Gästezimmer mit einem zu großen Schreibtisch ist) und starrte fassungslos auf meine Kreditkartenabrechnung. Mein damaliger US-Anbieter hatte gerade den monatlichen Preis verdoppelt. Warum? Weil ich die magische Grenze von 2.500 Abonnenten um genau drei Personen überschritten hatte. Drei! Mein Kater Balu lief in diesem Moment über die Tastatur und löschte fast eine Kampagne, aber das war nebensächlich — mein Puls war bereits auf 180.

Diese Seite enthält Affiliate-Links. Wenn du über einen dieser Links kaufst, erhalte ich eine Provision — ohne Mehrkosten für dich. Ich empfehle hier nur Tools, die ich in meinem Hamburger Coaching-Business selbst ausführlich getestet (und oft genug verflucht) habe. Volle Transparenz hier.

Nachdem ich in den letzten fünf Jahren 7 Tools in 5 Jahren verschlissen habe, bin ich allergisch gegen Software geworden, die mich für meinen Erfolg bestraft. Warum sollte ich mehr zahlen, nur weil meine Liste wächst, während der Funktionsumfang exakt gleich bleibt? Das ist, als würde das Fitnessstudio den Beitrag erhöhen, nur weil man endlich die 10-Kilo-Hanteln schafft. Inzwischen setze ich fast nur noch auf Anbieter aus dem DACH-Raum. Nicht nur wegen der DSGVO, sondern weil die Preismodelle dort oft deutlich fairer für uns Solopreneure kalkuliert sind.

Das Problem mit dem "Pay per Subscriber" Modell

Die meisten großen US-Player locken dich mit einem kostenlosen Einstieg. Aber wehe, du wirst erfolgreich. Plötzlich zahlst du für Karteileichen, Dubletten und Leute, die deine Mails seit 2022 nicht mehr geöffnet haben. Wenn man nicht jede Woche die Liste manuell säubert (wer hat dafür bitte Zeit?), verbrennt man bares Geld. DACH-Anbieter wie KlickTipp oder FunnelCockpit gehen hier oft andere Wege. Sie limitieren eher nach Funktionen oder Versandvolumen, was für mein Coaching-Business viel kalkulierbarer ist.

Ich habe gelernt: Ein Tool ohne fieses Abonnenten-Limit (oder zumindest mit sehr großzügigen Stufen) spart nicht nur Geld, sondern auch Nerven. Man muss nicht mehr vor jedem neuen Lead Angst haben, dass er das Budget sprengt. Hier sind meine Favoriten aus dem deutschsprachigen Raum, die ich im letzten halben Jahr genauer unter die Lupe genommen habe.

KlickTipp: Der Tagging-König aus Deutschland

KlickTipp ist quasi der Endgegner im deutschen E-Mail-Marketing. Ich bin nach meinem 7. Fehlversuch bei anderen Tools schließlich dort gelandet. Warum? Weil KlickTipp nicht in starren Listen denkt, sondern in Tags. In meinem ausführlichen KlickTipp Test beschreibe ich, wie das mein Chaos im Backend beendet hat.

Was das Limit angeht: Im Standard-Tarif für etwa 49 $ (ca. 47 €) kannst du bereits bis zu 10.000 Kontakte verwalten. Vergleiche das mal mit Mailchimp — da bist du bei der Menge schon in Preisregionen, für die man in Hamburg-Eppendorf fast eine kleine Wohnung mieten könnte (okay, leicht übertrieben, aber du weißt, was ich meine). Der Support ist komplett auf Deutsch, was ein Segen ist, wenn man mal eine komplexe Automatisierung zerschossen hat und die englische Dokumentation nur aus Fachbegriffen besteht, für die man Informatik studiert haben müsste.

Warum KlickTipp für Solopreneure Sinn macht:

FunnelCockpit: Wenn du mehr als nur E-Mails willst

Wenn du keine Lust hast, fünf verschiedene Tools zusammenzustöpseln (Zapier ist mein persönlicher Endgegner), dann ist FunnelCockpit einen Blick wert. Hier kriegst du E-Mail-Marketing, Landing Pages und sogar Mitgliederbereiche in einem Paket. Ich habe meine Erfahrungen mit FunnelCockpit dokumentiert, weil es für viele meiner Coaching-Kollegen die "Eierlegende Wollmilchsau" ist.

Bei FunnelCockpit zahlst du für das Gesamtpaket. Der Einstieg liegt bei 97 $, was erst mal happig klingt. Aber wenn du bedenkst, dass du dir die Kosten für einen Pagebuilder, ein Hosting-Tool und einen separaten E-Mail-Dienst sparst, rechnet es sich schnell. Das E-Mail-Modul ist integriert und schert sich nicht um jedes einzelne neue Lead, solange du im Rahmen deines gewählten Pakets bleibst.

vifugo: Der Geheimtipp für Conversion-Junkies

vifugo ist ein bisschen anders. Es ist kein klassisches Newsletter-Tool, sondern spezialisiert auf Verkaufstrichter und automatisierte Prozesse. Wenn du zum Beispiel Webinare nutzt, um deine Coaching-Pakete zu verkaufen, ist vifugo genial einfach. Der Preis von 67 $ ist fair, vor allem weil die Bedienung so intuitiv ist, dass ich selbst ohne Kaffee morgens um 8 Uhr eine Kampagne aufsetzen kann.

Ein kleiner Dämpfer: vifugo hat keine eigene Newsletter-Funktion im klassischen Sinne (also um wöchentliche Updates zu schicken). Dafür brauchst du meistens doch wieder ein Tool wie KlickTipp. Aber für den reinen Verkaufsprozess ist es unschlagbar effizient. Wer mehr wissen will, sollte in meine Bilanz nach 12 Monaten schauen.

Der direkte Vergleich: Welches Tool passt zu dir?

Man muss ehrlich sein: Das "perfekte" Tool gibt es nicht. Es gibt nur das Tool, das am wenigsten nervt. Für mich war der Wechsel weg von den US-Anbietern hin zu DACH-Lösungen die beste Entscheidung seit dem Kauf meines ergonomischen Bürostuhls. Wer sich unsicher ist, sollte auch mal bei OMR Reviews vorbeischauen — da schreiben echte Nutzer über ihre Schmerzen mit der Software.

Hier ist eine kurze Übersicht, wie die drei Schwergewichte im Vergleich abschneiden:

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Fazit: Hör auf, für jeden Kontakt zu bluten

E-Mail-Marketing ist das Herzstück meines Geschäfts. Ohne meine Liste hätte ich 2020, als alle Präsenz-Termine wegbrachen, einpacken können. Aber man darf sich nicht von den Tools diktieren lassen, wie schnell man wachsen darf. Wenn du gerade erst startest oder deine Liste endlich ohne Angst vor der nächsten Rechnung skalieren willst, ist KlickTipp mein klarer Favorit für reines E-Mail-Marketing. Es ist solide, deutsch und bestraft dich nicht für jeden neuen Abonnenten.

Wer alles aus einer Hand will und das technische Gefrickel hasst, fährt mit FunnelCockpit besser. Am Ende des Tages muss die Software für dich arbeiten, nicht umgekehrt. Und jetzt entschuldigt mich — mein Kater hat gerade beschlossen, dass mein Laptop der ideale Schlafplatz ist, und ich muss noch eine Kampagne rausschicken, bevor die nächste Preisstufe (bei einem meiner alten Tools, das ich noch migriere) greift.

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