ToolScout Mail

Über ToolScout Mail

Ich schreibe das aus dem Homeoffice in Hamburg. Das Homeoffice ist offiziell das Gästezimmer. Und ich habe 2019 geglaubt, ich würde ein Email-Tool kaufen, einmal einrichten, und dann ist das erledigt.

Das war falsch.

Sieben Tools in fünf Jahren. Nicht weil ich Freude am Wechseln habe, sondern weil jedes von ihnen irgendwann an eine Grenze gekommen ist, die ich vorher nicht gesehen hatte.

Einmal war es das Preismodell: günstig bei 500 Abonnenten, schon bei 2.500 mehr als doppelt so teuer wie erwartet, weil das Modell nach Kontakten geht und nicht nach Features. Einmal war es eine Workflow-Funktion, die auf der Übersichtsseite in der Feature-Liste steht, in Wirklichkeit aber nur im Jahresplan verfügbar ist. Und einmal war es eine Migration, für die ich einen Nachmittag eingeplant hatte, die am Ende fast zwei Wochen gedauert hat, weil Segmente nicht importiert wurden und ich dem Support-Ticket drei Werktage lang hinterherschreiben musste.

Was ich dabei auch gelernt habe: Manches, was in englischsprachigen Tool-Reviews gut klingt, trifft auf DACH-Betriebe nicht zu. Deliverability mit Double-Opt-in, DSGVO-konforme Formulare, und ob ein Tool gut mit deutschen Email-Providern funktioniert, sind Themen, die in amerikanischen Vergleichen selten auftauchen. Ich schreibe für Solopreneure, die ihre Newsletter auf Deutsch betreiben und sich nicht damit beschäftigen wollen, ob ein US-amerikanisches Preismodell in Euro-Rechnungen irgendwas ergibt.

Ich bin kein Entwickler, kein Tech-Journalist und kein Agenturinhaber mit einem Team. Ich betreibe ein Ein-Mann-Coaching-Business vom Gästezimmer aus. Email-Automation konfiguriere ich selbst, meistens abends, gelegentlich in der Nacht vor einem Launch.

Was auf dieser Seite entsteht: Erfahrungsberichte aus dem echten Betrieb. Bezahlter Plan, echte Liste, echte Kampagnen. Ich schreibe auf, was ich gemerkt habe, was mich überrascht hat, und was ich beim nächsten Mal anders machen würde.

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